Mit einem persönlichen Anti-Stress-Programm können Sie Ihren Stress dauerhaft reduzieren und schneller als Sie denken. Stress wirkt dann besonders intensiv, wenn wir uns hilflos und ausgeliefert fühlen und vermeintlich keinen Einfluss auf usnere Situation haben. Zum Glück bietet die Stress-Entstehungskette Stressauslöser – Stressverstärker – Stressreaktion jede Menge Ansatzpunkte, den Stress selbst, unser Stresserleben und die Stressreaktion zu verringern.

Stress dauerhaft reduzieren

Foto (bearbeitet): Gert Altmann | Pixabay License

So reduzieren Sie Ihren Stress dauerhaft

Wie Stress entsteht, wie Sie Ihre Stress-Entstehungskette analysieren können, Soforthilfe bei akutem Stress, wie Sie ein „Gegengift“ gegen Ihre Stressverstärker entwickeln können und wie Sie Ihre persönliche Stressreaktion identifizieren, finden Sie in den ersten drei Teilen dieser Artikelserie. Die Links zu diesen Artikeln finden Sie ganz am Ende.

Jetzt geht es darum, Ihren Stress dauerhaft zu reduzieren. Dafür betrachten wir die Stressauslöser im Außen und im Innen.

Stressauslöser im Außen

Diese Stressauslösern bieten drei Ansatzpunkte. Sie stecken in dem Satz „Love it, leave it or change it“ – übrigens auch dann, wenn Sie glauben machtlos und ausgeliefert zu sein.

Love it

Da wir nicht alles beeinflussen können, was uns Stress bereitet, ist es manchmal nötig, unsere Einstellung zu Stressauslösern zu verändern. Wir haben die Möglichkeit, Dinge zu akzeptieren, wie sie sind und uns mit Gelassenheit zu wappnen (love it). Wenn Sie sich hierfür entscheiden, stellen Sie fest, welche Gedanken Sie zu der Situation haben (siehe Stressverstärker in Teil 2). Wandeln Sie diese in Sätze um, die Ihnen mehr Gelassenheit ermöglichen. Hilfreich sind folgende Fragen:
Was ist das Positive an einer Situation?
Welche positive Herausforderung steckt in dieser Situation?
Wie werde ich vom Opfer zum Gestalter der Situation?

Leave it

Eine stressige Situation können wir verlassen (leave it) – z.B. ein stressiges Gespräch auf später vertagen, uns von einem nervigen Geschäftspartner / Mitarbeiter trennen oder die Firma wechseln, wenn wir den cholerischen Chef einfach nicht mehr ertragen.

Change it

Bei allen Stressauslösern können wir uns fragen, ob wir diese abstellen oder zumindest reduzieren können (change it). Zum Beispiel können Sie jeglichen Stress, der mit der eigenen ungünstigen Arbeitsorganisation und Zeitdieben zu tun hat, verringern oder sogar abstellen. Hierzu finden Sie ganz viele Tipps und Hinweise in meinen älteren Blogartikeln.

Manche Stressauslöser können wir vermeiden. Bei Stress durch Verkehrstau auf dem Weg zu Ihren Terminen oder in Ihr Büro, könnten Sie z.B. zu einer anderen Uhrzeit, mit einem anderen Verkehrsmittel oder eher losfahren. Ich persönlich nutze die Zeit in öffentlichen Verkehrsmitteln zur E-Mail-Bearbeitung auf dem Laptop, zum Lesen oder zum Entspannen. In dem Moment, wo Sie Reise- oder Wartezeiten einen Sinn geben, können Sie sie genießen, statt sich von ihnen stressen zu lassen.

Fragen Sie sich außerdem, ob Ihre Freizeit eine Quelle für Entspannung und Erholung ist. Oder ob Sie – wie so viele Menschen heutzutage – auch in Ihrer Freizeit so eng mit Terminen und Aktivitäten getaktet sind, das Sie gestresst sind statt sich zu erholen. Dann wäre es Zeit, hier „abzuspecken“.

Stressauslöser im Innen

Um Stress dauerhaft zu reduzieren spielen die inneren Stressauslöser eine wichtige Rolle. Hierbei handelt es sich häufig um hinderliche Überzeugungen / Glaubenssätze, innere Antreiber oder den inneren Schweinehund, der uns Aufgaben und Vorhaben auf die lange Bank schieben lässt.
Hier kann es eine Herausforderung sein, diese überhaupt zu entdecken. Denn oft sind Sie uns so selbstverständlich geworden und so verinnerlicht, dass wir Sie kaum entdecken können. Wir haben an dieser stellen einen sogenannten „blinden Fleck“. Andere Personen nehmen dagegen unsere inneren Antreiber wahr, wir selbst nicht. Hier hilft es, die Situation zu analysieren, indem Sie sich genau überlegen, was eine Kamera aufzeichnen würde und zu unterscheiden, was Ihre Interpretation der Situation ist und damit zum Stressauslöser wird.

Ein Beispiel:
Jemand sagt in einem Gespräch über etwas, dass Sie vorschlagen „Das halte ich für keine gute Idee“. Ihnen geht der Hut hoch und Sie reagieren heftig. Die Kamera würde die normal laute Aussage und Ihre sehr laute, ärgerliche Anwort aufzeichnen. Die Aussage Ihres Gesprächspartners ist eine persönliche Meinung, auf die dieser ein Recht hat. Ihr Ärger, der sich in der lauten Antwort ausdrückt, wird durch Ihre eigenen Gedanken = Ihre Interpretation ausgelöst. Dies sind Gedanken wie z.B.: „Der traut mir nix zu“, „Der ist immer gegen meine Ideen“ etc. Dahinter könnte z.B. Ihre eigene hinderliche Überzeugung stehen „Ich bin nicht gut genug“.


Jemand bringt Sie auf die Palme?
Oder ist es eher so: Die andere Person stellt uns die Palme nur hin – wir klettern immer selbst hinauf
!


Häufig sind die Stressauslöser im Inneren gleichzeitig unsere Stressverstärker – Beispiele und Möglichkeiten der Veränderung finden Sie in Teil 2.

Innere Antreiber

Eine besondere Art von Stressauslösern im Innern sind die inneren Antreiber:

• Ich muss perfekt sein
• Ich muss es allen recht machen
• Ich muss stark sein
• Ich muss mich anstrengen
• Ich muss mich beeilen

Diese Antreiber sind letztlich auch Glaubenssätze. Indem wir diese relativieren, vermeiden wir, dass sie uns in Stress bringen. Dazu fragen Sie sich, was das Gute an ihnen ist und wann es überflüssig ist, sich danach zu richten. Für diese Situationen formulieren Sie für sich eine Erlaubnis, es anders zu machen. Statt „Ich muss perfekt sein“ machen Sie zu Ihrer Überzeugung „Ich darf Fehler machen, denn Fehler sind Lernchancen“ oder „Lieber mache ich etwas zu 80% gut, statt zu 100% gar nicht“. Wichtig ist, dass Sie eine persönliche Erlaubnis für sich finden, die wirklich Kraft hat und Ihnen ein anderes Verhalten möglich macht.

Zugegebenermaßen ist es eine Herausforderung, das Auflösen von hinderlichen Überzeugungen / Glaubenssätzen ganz allein zu schaffen. Es erfordert viel Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. Denn es gilt, den blinden Fleck zu beleuchten und Sie brauchen Energie und Durchhaltevermögen. Ich unterstütze Sie gerne dabei – rufen Sie mich jetzt gleich an (030 74 68 32 00) oder schreiben Sie mir eine E-Mail, wie ich Sie erreichen kann.

Ihr persönliches Anti-Stress-Programm

1.) Analisieren Sie Ihre Stressauslöser im Außen und Innen und „entmachten“ Sie sie – Teil 1 dieser Artikelreihe

2.) Analisieren Sie Ihre Stressverstärker und entwickeln Sie ein „Gegengift“ – Teil 2 dieser Artikelreihe

3.) Berücksichtigen Sie beim Abbauen verbleibender Stressreaktionen die vier Ebenen – Teil 3 dieser Artikelreihe

4.) Etablieren Sie ein regelmäßiges Bewegungs- und Entspannungs- oder Meditationsprogramm, idealerweise mit festen wöchentlichen Terminen. Je mehr dies Gewohnheit und Ritual wird, um so leichter fällt es uns, es dauerhaft durchzuhalten.
Auch die Ernährung ist bei Stress sehr wichtig. Einige Vitamine und Mineralien werden durch die Stressreaktion vermehrt verbraucht bzw. bremsen die Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin. Mit einer guten Ernährung und z.B. Datteln, Feigen oder Bananen als „Anti-Stress-Snack“ helfen Sie Ihrem Körper, mit dem Stress besser klar zu kommen. Schokolade, Pommes und andere fett- und zuckerreiche Lebensmittel – beliebt bei „Stress-Essern“, belasten den Körper dagegen zusätzlich. Im Internet finden Sie viele Tipps für eine Ernährung, die Ihren Körper bei Stress ideal versorgt und auch in diesem Buch: Die Anti-Stress-Ernährung.

So, jetzt sind Sie für effektiven Stressabbau gut gewappnet und ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung!

Es steht noch ein innerer Schweinehund bei Ihrem persönlichen Anti-Stress-Programm im Weg?
Sie haben keine Zeit für eine Veränderung?
Kontaktieren Sie mich!
Rufen Sie mich jetzt gleich an (030 – 74 68 32 00) oder mailen Sie mir, wann ich Sie erreichen kann.
Wir entwickeln gemeinsam Ihr persönliches Anti-Stress-Programm – das geht schneller als Sie glauben. Gemeinsam werden wir Ihren inneren Schweinehund von der Notwendigkeit überzeugen, einige Dinge anders zu machen und ihn als Unterstützer Ihrer Anti-Stress-Maßnahmen gewinnen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei, Ihren Stress dauerhaft zu reduzieren
Ihre Maren Kaiser

Die bisherigen Artikel über das Abbauen von Stress:

Teil 1 – Raus aus dem akuten Stress
Teil 2 – Eigene Stress-Verstärker für mehr Gelassenheit in den Griff bekommen
Teil 3 – Die vier Ebenen der Stressreaktion

Weitere Hinweise zum Umgang mit Stress finden Sie in diesen Blogartikeln:

Schluss mit der Aufschieberitis – Stress und Hektik vermeiden
Mit Pausen und der Pomodoro-Technik die Leistungsfähigkeit trotz Stress erhalten
Flow oder Stress – was macht den Unterschied?

Literatur-Tipps

Heike Höfler, Stressfrei in 10 Minuten  – Ein Buch mit vielen kurzen Körperübungen – gut für die Soforthilfe bei aktuem Stress und auch den Stressabbau nach Feierabend
Allen Elkin, Erfolgreiches Stressmanagement für Dummies – Grundlagen, Praxisteil und Stressbewältigung für Fortgeschrittene
Christiane Kentzler und Julia Richter, Stressmanagement – Ein kurzer Theorieteil, viel Praxis mit Fragebögen zur Selbstanalyse und Checklisten zur Verhaltensänderung
Jörg-Peter Schröder und Rainer Blank, Stressmanagement –  Das Büchlein für die Hand- oder Jackentasche, inkl. Stressbarometer zur Selbstanalyse, Praxisteil und Tipps zurPrävention

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