Das Corona-Virus zwingt viele von uns im Home-Office zu arbeiten. Zu Hause ist es aus vielfältigen Gründen viel schwieriger, sich auf die Arbeit zu konzentrieren und das gewohnte Pensum zu schaffen. Mit  5 wichtigen Tipps gelingt es Ihnen, im Home-Office konzentriert zu arbeiten und Ihre Aufgaben effizient zu erledigen.

Chaos im Home-Office

Foto: Sharomka | shutterstock

Viele Menschen sind seit dem ersten Corona-Lockdown gezwungen, im Home-Office zu arbeiten. Für viele war dies eine komplett neue und schwierige Situation. Es gibt in der Wohnung kein Arbeitszimmer. Evtl. waren zusätzlich Kinder im Home-Schooling zu betreuen. Die ganz Kleinen konnten nicht in Kita und Hort – wahrlich große Herausforderungen.

Einmal angenommen, ich habe für die Betreuung der Kinder eine Lösung gefunden – wie kann ich mich jetzt auf meine Arbeit fokussieren, um konzentriert zu arbeiten?

Mein Partner arbeitet vielleicht auch im Home-Office und wir stören uns gegenseitig mit notwendigen Telefongesprächen. Außerdem ist meine Umgebung voller ungewohnter Ablenkungen: alles mögliche, das im Haushalt zu erledigen ist, Gegenstände, die mit Freizeit oder Feierabend verknüpft sind wie Bücher, CDs, die Tageszeitung, der Stapel, den ich schon lange sortieren will, der Schrank, den ich schon lange aufräumen will. Dazu kommt, dass ich vielleicht am Küchentisch, auf dem Sofa, in der Schlafzimmerecke oder im Kinderzimmer meinen Home-Office Arbeitsplatz einrichten musste. Dadurch habe ich die Ablenkungs-Verlockungen direkt vor der Nase.

Sie ahnen es wahrscheinlich schon – hier hilft nur Disziplin. Zum Glück können wir es uns mit einigen Kniffen erleichtern, Disziplin zu halten.

Die 5 wichtigsten Punkte, um im Home-Office konzentriert zu arbeiten:

1. Feste Arbeits- und Pausenzeiten

Richten Sie feste Arbeits- und Pausenzeiten ein – im Prinzip wie im Büro, aber eventuell angepasst an die Situation zu Hause. Ihre Arbeitsphasen sollten 60 bis maximal 90 Minuten dauern. Dann ist es höchste Zeit für eine kurze Pause, um auch am Nachmittag noch fit und konzentriert zu sein. Vielleicht sind Sie sogar ein Typ für die Pomodoro-Technik. Dabei macht man alle 30 Minuten eine Mini-Pause und nach drei Einheiten eine größere Pause. Wie es genau geht, können Sie in meinem Blog-Artikel „Pausen und Pomodoro-Technik“ lesen.

2. Arbeits- und Pausenort trennen

Egal, wie beengt es bei Ihnen ist – wechseln Sie für jede Pause bewusst den Platz. Falls Sie am Küchentisch arbeiten müssen, wählen Sie für Ihre Pause einen anderen Platz in der Wohnung. Am besten bewegen Sie sich ein wenig am offenen Fenster. Falls es eine Essenspause ist, setzen Sie sich auf einen anderen Stuhl, so dass Sie eine andere Blickrichtung haben und decken Sie ggf. ein Tuch über Ihren Laptop und Ihre Unterlagen. Nehmen Sie dies als deutliches Signal zum Abschalten wahr und machen Sie es zu Ihrem Pausenritual. Denn Rituale helfen uns bei sehr vielen Dingen im Alltag.

Generell wählen Sie am besten immer denselben Ort in der Wohnung zum Arbeiten und einen oder mehrere andere für Ihre Pausen. Wechseln Sie ständig den Arbeitsort in der Wohnung, ist diese bald komplett mit Arbeit identifiziert und das Abschalten wird immer schwieriger.

3. Bewährte Routinen aus dem Büro-Alltag ins Home-Office übertragen

Überlegen Sie, welche Ihrer Arbeitsroutinen Sie im Home-Office weiterführen können, welche Sie abändern oder ganz aufgeben müssen und welche neuen Routinen Sie benötigen. Nehmen Sie die Kaffeepause mit Kollegen als Beispiel. Vermutlich ist sie im Home-Office automatisch weggefallen – dies lässt sich ändern. Machen Sie zum Beispiel eine feste tägliche Kaffeepause mit einigen Ihrer Kollegen per Skype oder ein anderes Online-Tool und schalten Sie die Video-Kamera ein. Bei 4 bis 6 Kollegen kann man alle gleichzeitig auf dem Bildschirm sehen und sich mit etwas Achtsamkeit gut gemeinsam unterhalten.

Wählen Sie dafür einen Ort in der Wohnung, der Ihre Privatsphäre schützt. Bei vielen Tools kann man inzwischen einen selbst gewählten Hintergrund einblenden. Oder Sie hängen ein großes Tuch vor dem privatem Bereich auf.

4. Zeitliche Organisation der Arbeit im Home-Office

Angenommen, Sie und Ihr Partner müssen parallel in beengten Verhältnissen im Home-Office arbeiten. Überprüfen Sie, ob Sie Ihre Phasen der konzentrierten Arbeit koordinieren können. Am besten lassen Sie dann sogar alle Anrufe auf Mailbox oder Anrufbeantworter laufen.

Für die Telefonphasen empfiehlt es sich, dass nur jeweils eine Person telefoniert und die andere Arbeiten erledigt, die wenig Konzentration erfordern, wie z.B. das Beantworten einfacher E-Mails. Hilfreich ist dabei, sich akustisch abzuschirmen – entweder mit Ohrstöpseln oder Musik über Kopfhörer, falls Sie mit Musik gut arbeiten können. Zusätzlich kann vielleicht einer von Ihnen Randzeiten zum Arbeiten nutzen kann.

5. Potenzielle Ablenkungen als Belohnungen nutzen

Schreiben Sie alle Ablenkungen  auf, die Sie im Home-Office anspringen, und nutzen Sie sie als Belohnung nach längeren Arbeitsphasen. Sie werden überrascht sein, dass plötzlich sogar die ungeliebte Hausarbeit Spaß machen kann. Sie können sie sogar gezielt für ein Work-out nutzen – als Ersatz für das geschlossene Sportstudio. Gute Anregungen dafür finden Sie in dem sogar von den Krankenkassen empfohlenen Buch „Hopmop: Topfit ohne Sport“.


Von allen Techniken Zeit zu sparen, ist vielleicht die häufige Benutzung des Wortes »Nein« die effektivste.

Edwin C. Bliss


Viele weitere Tipps zur effizienten Arbeitsorganisation sind auch im Home-Office sinnvoll nutzbar. In der folgenden Liste finden Sie weitere Techniken, die ich schon in meinem Blog beschrieben habe:

Sie haben weitere Ideen und Tipps wie wir im Home-Office konzentriert arbeiten können? Dann freue ich mich, wenn Sie sie unten in den Kommentar schreiben.

Ich wünsche Ihnen einen hohen Wirkungsgrad und gutes Gelingen im Home-Office
Ihr Zeitlotse und Business-Coach

Maren Kaiser

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